Wahlpflichtfach Labor – eine Frage extraterrestrischer Gene?

p1090754Sind wir die einzigen Lebewesen in unserer Galaxie? Ist es genetisch veranlagt, ob wir Langschläfer oder Kurzschläfer sind? Lässt sich das Wasser der Schwechat wirklich unbeschadet trinken? Jenen Fragen gingen wir, die Laborgruppen der sechsten und siebten Klassen, nach. Und Antworten ließen (meistens) nicht lange warten:

Mitte April, an einem leider sehr stark bewölkten Montag, beschäftigte uns, ob es in den Weiten der Galaxie auch noch anderes Leben gibt.

Und da unsere Schule kein Teleskop besitzt, saßen wir spät abends im Zug nach Wien, um die Urania Sternwarte zu besuchen. Dort erfuhren wir, wie Sterne entstehen und sterben und rätselten über die Frage nach „außerirdischem“ Leben. Fakt ist: Theoretisch ist es möglich und ziemlich sicher gibt es irgendwo in weiter Ferne andere Lebewesen, allerdings werden wir sie nie treffen, da sie viel zu weit entfernt leben. Fazit: Die Treffen mit Aliens müssen wohl noch warten. Nach dieser Enttäuschung wurden wir jedoch wieder aufgemuntert, als wir, trotz schlechten Wetters, einen Blick durch das Teleskop werfen durften und statt des Sternenhimmels sahen wir den Stephansdom.

p1090800
 p1090804

Ein anderes Highlight in diesem Jahr war die Exkursion zum Vienna Open Lab, einem molekularbiologischem Labor in Wien. Mithilfe des Programms „Vom Gähnen und Genen“ sollten wir unsere eigene DNA untersuchen und herausfinden, ob wir, genetisch gesehen, Langschläfer oder Kurzschläfer sind. Dabei wird das Clock Gen (das Gen, das unsere innere Uhr beeinflusst) untersucht. Aber das ist noch viel komplizierter und langwieriger als es klingt: Zuerst muss man seine eigene DNA gewinnen. Sprich: wer immer schon einmal seine eigenen Mundschleimhautzellen verwenden wollte, nehme ein Wattestäbchen und mache einen Abstrich der Wangeninnenseite. Nachdem dies geschafft ist, wird es erst richtig interessant: jetzt kommt der Vorgang der PCR (Polymerase Chain Reaction). Dabei wird die DNA vervielfältigt, um nach einigen weiteren Schritten mit der Gelelektrophorese herauszufinden, wer Langschläfer und wer Kurzschläfer ist. Erfreulich ist, dass keiner von uns reinerbig „Langschläfer“ ist. Woraus wir jetzt schließen könnten, dass wir doch alle immer munter zur ersten Stunde im Unterricht erscheinen sollten… oder?