Die 8AR und die 8DG sind „auf den Geschmack gekommen“
Beim gleichnamigen Workshop am 7. Jänner 2026 im Vienna Open Lab hatten die Schülerinnen und Schüler der 8AR (gemeinsam mit ihrer Biologielehrerin Elisabeth Fink) und der 8DG (gemeinsam mit ihrer Biologielehrerin Kristina Albrecht) die Möglichkeit, ihren Geschmackssinn auf die Probe zu stellen und ihn mithilfe molekularbiologischer Methoden genauer zu untersuchen. Dabei erfuhren sie, dass der Geschmack „bitter“ evolutionär oft als Warnsignal für giftige Substanzen dient.
Heute hat diese Funktion jedoch an Bedeutung verloren, da die Agentur für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gewährleistet, dass ausschließlich genießbare Lebensmittel in den Handel gelangen. In früheren Zeiten war die Situation deutlich unsicherer. Menschen mussten selbst erkennen, welche Nahrungsmittel bekömmlich waren, wobei ihnen ihr Geschmackssinn als wichtige Orientierungshilfe diente.
Geschmackswahrnehmungen entstehen durch spezielle Rezeptoren auf der Zunge. Diese können jedoch genetische Mutationen aufweisen, wodurch ihre Funktion eingeschränkt ist und Bitterstoffe nicht wahrgenommen werden können. Personen mit funktionierenden Rezeptoren werden als „Taster“, jene mit mutierten Rezeptoren als „Non-Taster“ bezeichnet.
Um herauszufinden, zu welcher Gruppe die Schülerinnen und Schüler gehören, kamen verschiedene molekularbiologische Methoden zum Einsatz. Zunächst wurden mithilfe einer Salzwasserlösung Mundschleimhautzellen gewonnen. Diese wurden anschließend durch Erhitzen aufgebrochen, um die enthaltene DNA freizusetzen. Danach erfolgte eine Polymerase-Kettenreaktion (PCR), mit der die DNA vervielfältigt wurde. Dafür stellten die Schülerinnen und Schüler einen Mastermix mit allen notwendigen Komponenten her. Während die PCR im Thermocycler ablief, wurde das Gel für die anschließende Gelelektrophorese vorbereitet.
Nach einer kurzen Pause wurde die vervielfältigte DNA mithilfe von Restriktionsenzymen geschnitten. In der anschließenden Gelelektrophorese konnten die entstandenen DNA-Fragmente getrennt und ausgewertet werden.
Zum Abschluss überprüften die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse mit einer praktischen Geschmacksprobe und konnten damit ihre Ergebnisse aus der Gelelektrophorese empirisch überprüfen.








